ACADEMIA HABANOS

Die Welt der Habanos

Das perfekte Blatt



Jede Habano besteht – und das macht sie so unverwechselbar und einzigartig – vollständig aus Tabaco Negro Cubano (kubanischem Schwarztabak), einem direkten Abkömmling jener Tabakpflanzen, über die Cristóbal Colón (Christoph Kolumbus) vor mehr als fünfhundert Jahren berichtete.

Mit zwei verschiedenen Anbaumethoden werden die für die Herstellung von Habanos erforderlichen Blatttypen erzeugt:

Die Deckblätter werden auf Tabakfeldern gezogen, die durch große Stoffbahnen abgedeckt sind (tabaco tapado), so dass sie durch das dünne, luftdurchlässige Gewebe gänzlich von der Sonne abgeschirmt und vor zu großer Einstrahlung geschützt werden.

Die Blätter für die Einlage und die Umblätter werden auf Feldern unter freiem Himmel () angebaut. So können sie die Kraft der kubanischen Sonne vollständig für ihre Reifung nutzen.

Die Eigenschaften der Blätter unterscheiden sich dabei je nach ihrer Position (Höhe) an der Pflanze (oben, in der Mitte, unten). Jedes Blatt wird nach seinem Typ und seinen Eigenschaften einsortiert.

Jedes Blatt hat seine eigene Bestimmung.

ttapado-de

Der Stoff beim tabaco tapado-Verfahren filtert das Sonnenlicht, hält die Wärme zurück und schützt zugleich vor Wetterschäden, so dass die Blätter ungehindert wachsen können und feiner werden – ideale Bedingungen für allerbeste Deckblätter. Nur die größten und feinsten Blätter des tabaco tapado finden später als Deckblätter für Habanos Verwendung. Deckblätter sind, was nicht überrascht, die teuersten und in der Herstellung empfindlichsten Blätter.

campo-tapado

Durch große Stoffbahnen abgedecktes Feld (tabaco tapado)

tsol-de

Kraft und Intensität der kubanischen Sonne bescheren auch diesen Blattsorten die aromatische Würze und die geschmackliche Vielfalt, die jede Habano vervollkommnet und auszeichnet

campo-sol

Tabakfeld ohne Bedeckung (tabaco de sol)

Das Original – kubanischer Tabak-Samen

Seit Kolumbus ihn 1492 auf Kuba entdeckte, erlangte der Tabak, der in Kuba natürlich, ohne Kultivierung wuchs, seiner überragenden Qualität wegen binnen kurzer Zeit große Verbreitung und hohes Ansehen auf der ganzen Welt.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, in einer neuen Ära der botanischen Forschung, untersuchten die Wissenschaftler die große Vielfalt von Pflanzenstämmen, die man zu jenem Zeitpunkt im Anbau des  (kubanischer Schwarztabak) verwendete, auf ihre Besonderheiten hin. Sie versuchten dann, ihn gezielt zu verbessern.

Die Botaniker hatten sich dabei zwei ehrgeizige Ziele gesteckt: zum einen jene Pflanzenstämme zu identifizieren und zu isolieren, die Tabake mit dem klassischen kubanischen Geschmacksbild liefern, und zum anderen resistente Varietäten zu finden, die widerstandsfähig gegen zahlreiche Schädlinge sein sollten, die immer wieder die Pflanzungen befielen und große Schäden anrichteten.

So entstand 1907 die Varietät Tabaco Habanensis.

instituto-tabaco

Tabakforschungsinstitut in San Antonio de los Baños. Kuba

Die unabhängige Forschung wurde fortgesetzt, bis schließlich 1937 die Zigarrenindustrie ihre erste Forschungs- und Versuchsstation in San Juan y Martínez eröffnete.

Vier Jahre später wurde eine verbesserte Samenart mit dem Namen Criollo eingeführt, die seitdem Grundlage aller genehmigter Samen für den Anbau der für Habanos bestimmten Tabaksorten ist.

Kurz darauf wurde der Criollo weiterentwickelt und eine verbesserte, auf den Namen Corojo getaufte Varietät, speziell für den Anbau von Deckblättern, entwickelt. Diese verdankt ihren Namen der berühmten Pflanzung, auf der sie zuerst erprobt wurde.

Mit der Zeit wurden neue Arten entwickelt, um beispielsweise auf die durch die Klimaveränderungen auf unserem Planeten hervorgerufenen Probleme in der Pflanzenzucht zu reagieren.

Gegenwärtig werden die Tabakregionen Kubas von den Tabakforschungsinstituten betreut, die das gesamte Saatgut kontrollieren, das die Pflanzer verwenden.

Einer der neuesten Fortschritte des Tabakforschungsinstituts besteht darin, den Tabakanbau  hinsichtlich ökologischer Richtlinien immer weiter verbessert zu haben, was in der Welt des Tabaks einzigartig ist.

Auch in Zukunft wird die stetige Suche fortgesetzt, um die geheimnisvolle Essenz, die den Tabaco Negro Cubano so unverwechselbar macht, zu bewahren und zu verbessern.

Bezeichnung wird für die an der Sonne gezogenen Blätter verwendet, die später als Einlage- und Umblätter verarbeitet werden.
(Kubanischer Schwarztabak) Ursprüngliche Tabakpflanze, die Christoph Kolumbus 1492 auf der Insel kennenlernte.



Inhalt in den folgenden Sprachen verfügbar: